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Dieser Abschnitt stellt das Projekt www.readwikipedia.net vor und erläutert generelle Anwendungsmöglichkeiten der verwendeten Technik.

TTS steht für "Text To Speech" und bezeichnet die Konvertierung von Text in Sprache. Der Einsatz von TTS ist insbesondere überall da sinnvoll, wo dem Verbraucher/Kunden Informationen angeboten werden sollen, die sich schnell verändern. Beispiele hierfür sind Börsenkurse oder Wetterdaten. Bei derartigen Informationen ist es nicht sinnvoll, diese von einem Menschen sprechen zu lassen. Dasselbe gilt in Fällen, in denen sehr große Mengen an Informationen abrufbar gemacht werden sollen, wie es unter anderem bei Lexika der Fall ist.

Eine Beispielanwendung in diesem Zusammenhang ist unter www.readwikipedia.net zu sehen. Auf der Seite ist eine Telefonnummer genannt, die mit jedem normalen Telefon erreichbar ist. Ruft man dort an, so wird man gebeten, einen Begriff mit den Tasten des Telefons einzugeben. Auf welche Weise der Begriff eingegeben werden muss, ist auf der Webseite erklärt. Nach der Eingabe wird der Begriff in der deutschen Wikipedia nachgeschlagen und dem Anrufer anschließend vorgelesen.

Vielfach gelangen Informationen von dem Diensteanbieter per SMS zum Interessenten. Ein solcher Service ist für den Anbieter allerdings immer mit Kosten für den SMS-Versand verbunden, die er wohl in den meisten Fällen an seinen Kunden weitergeben muss. Eine Alternative zum Versand der SMS ist, dass der Kunde bei dem Informationsanbieter anruft, um sich die gewünschten Daten von einer elektronische Stimme erzählen zu lassen. In einem Menü, welches der Anrufer mit den Tasten seines Telefons steuert, kann er vorher noch auswählen, welche Informationen er bekommen möchte. Natürlich kann der Informationsanbieter diesen Zugang zu den Inhalten auch zusätzlich zum schon bestehenden SMS Abruf anbieten.

Sämtliche Menüs, durch die der Anrufer mit seinem Telefon navigiert, können mehrsprachig ausgelegt werden.

Aber auch in Bereichen, die weder mit hochdynamischen noch mit riesigen Mengen an Informationen zu tun haben, sind Anwendungsmöglichkeiten von "Telefonanwendungen" ohne weiteres gegeben. Nehmen wir als Beispiel eine der im Internet zahlreich vorhandenen Flirtseiten. Flirtseitenbetreiber xy könnte damit werben, dass die Benutzer der Seite mit einem einfachen Anruf per Telefon nach Eingabe ihrer PIN erfahren können, ob sie neue Nachrichten haben und gegebenenfalls auch direkt von wem die neuen Nachrichten sind. Wenn man also unterwegs ist und es nicht mehr abwarten kann, bis man zu Hause ist und am Rechner nachschauen kann, ob diejenige oder derjenige endlich geantwortet hat, ruft man einfach kurz an, um sich den Status seiner Nachrichtenbox erzählen zu lassen. Selbstvertändlich kann man sich den Text dann auch direkt vorlesen lassen, wenn der Seitenbetreiber diesen Service anbieten möchte. Das muss natürlich nicht auf Flirtseiten beschränkt bleiben, sondern kann für sämtliche Community-Portale interessant sein.

Ein weitere neue Anwendung könnte das Senden von Sprachnachrichten per Telefon sein. Der Ablauf diesbezüglich könnte beispielsweise wie folgt aussehen: Person P durchsucht per Webbroser die Profile von irgendeinem Community-Portal oder einer Flirtseite. Dabei sieht P das Profil von User U und denkt sich: "Mit U würde ich ja gerne mal in Kontakt kommen." Bei dem Profil von User U steht eine ID. Benutzer P ruft eine vom Seitenbetreiber genannte Telefonnummmer an. Dann passiert etwa folgendes:

      Computer: Hallo, bitte gebe die ID von der Person ein, der du eine
                Sprachnachricht hinterlassen möchtest.
      Person P: 
      Computer: Bitte spreche deine Nachricht nach dem Signalton und
                drücke anschließend die Rautetaste. Du hast dreißig
                Sekunden Zeit. Beep.
      Person P: Ähhh, Ähmm, was ich sagen wollte. Also, öhh, du hast
                ... Ich meine. Du siehst ... Hmmmm. Also ich bin der
                Paul. Meld dich doch mal. Achso, äh, meine Email-Adresse
                ist paul@example.com. Danke. Äh, tschüss.
      Person P: 
      Computer: Danke. Die Nachricht wird unmittelbar zugestellt. Auf
                wiederhören.

Wenn sich U jetzt wieder ganz normal per Webbrowser einloggt, dann findet U dort die Nachricht von Paul und kann sie direkt mit einem kleinen Flashplayer wiedergeben.

Das sind alles kleine Beispiele, in denen eine Telefonanwendung einen Mehrwert für den Benutzer darstellt und sich der Anbieter von der Konkurrenz abheben kann. Natürlich gibt es viele weitere Anwendungsmöglichkeiten. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.